Experten fordern eine bessere Zusammenarbeit

Eine Reihe von Experten kritisiert schon seit einiger Zeit, dass die Berufe im Gesundheitswesen besser zusammenarbeiten. So auch die sieben Mitglieder des „Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen“.

Im Jahr 2007 veröffentlichten sie ein Gutachten mit dem Titel "Kooperation und Verantwortung. Voraussetzungen einer zielorientierten Gesundheitsversorgung". Darin fordern sie eine Reform der bestehenden Versorgungsstrukturen, die die Kooperation der Leistungserbringer grundlegend verändert. Bis heute hat der Gesetzgeber ihre Vorschläge nicht umgesetzt.

Unsicherheiten und Unklarheiten bei der Zusammenarbeit

Im zweiten Kapitel des Gutachtens üben die Sachverständigen Kritik an der Arbeitsteilung zwischen den Gesundheitsberufen. Ihre Kritikpunkte sind unter anderem:

  • Die Verteilung der Tätigkeiten hält den Anforderungen nicht stand, die etwa der demographische Wandel und medizinische Innovationen mit sich bringen.
  • Die Arbeitsteilung zwischen Ärzten und Pflege ist durch Rechtsunsicherheit gekennzeichnet.
  • Es ist zu wenig standardisiert, wie genau die Berufsgruppen zusammenarbeiten sollen.
  • Die Versorgung von Kranken ist auf die Ärzte zentriert, was nicht immer effizient ist.
  • Ihre Ausbildung bereitet die Leistungserbringer nicht richtig auf eine Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsberufen vor.

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